Lassen Sie Ihren Vitamin D-Spiegel bestimmen!

Bei Vitamin D handelt sich nicht um ein Vitamin im eigentlichen Sinne, sondern um ein Hormon.

In den Monaten Februar bis April haben ca.  60 % der Bevölkerung in Deutschland einen Vitamin D-Mangel, im Sommer noch ca. 40 %.

Eine ungenügende Vitamin D-Bildung in den Wintermonaten beruht auf dem flachen Sonneneinstrahlwinkel.

Ein schwerer Vitamin D-Mangel besteht bei Werten < 10 ng/mL, mäßiger bis leichter Mangel bei Werten von 10-20 ng/mL.

Ein ausreichender Vitamin D-Spiegel zeigt Werte über 30 ng/mL.

Optimale Werte liegen bei 70 ng/mL.

Möglicher Zusammenhang zwischen einem Vitamin D-Mangel und verschiedenen Krankheitsbildern

  • Osteoporose
  • Muskelschwäche oder -schmerzen
  • Fibromyalgien
  • Sturzneigung
  • Diabetes mellitus
  • Karzinome (Mamma, Kolon, Prostata)
  • Autoimmunerkrankungen (z.B. Multiple Sklerose)
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen
Risikobehaftete Patienten sind vor allem:
  • Ältere Menschen
  • Frauen nach der Menopause
  • Schwangere
  • Personen mit dunklem Teint
  • Alle, die sich zu wenig im Freien aufhalten oder zu wenig Sonnenlicht an ihre Haut lassen
  • Patienten mit chronischer Nierenerkrankung
  • Patienten mit Malabsorptionssyndrom
Im ersten Hohenheimer Ernährungsgespräch konnte eindrucksvoll belegt werden, dass die
Daten der Nationalen Verzehrsstudie (NVS II) nach welchen die Deutschen gerade einmal
50% der Empfehlungen für Vitamin D erreichen, wissenschaftlich belegt sind und es darüber
hinaus für die Gesundheit der Bundesbürger Konsequenzen hat.

So konnte Frau Dr. Hintzpeter vom Robert Koch Institut Berlin anhand einer Untersuchung
bestätigen, dass die wünschenswerten Blutwerte an Vitamin D bei vielen Kindern und
Jugendlichen, aber auch bei vielen älteren Menschen nicht erreicht werden. Dies ist ein
starker Hinweis darauf, dass nicht nur die Zufuhr mit Ernährung unzureichend ist, sondern,
dass die Synthese in der Haut, die durch UVB-Licht angeregt wird, ebenfalls nicht ausreicht.
Letzteres hat im Wesentlichen damit zu tun, dass sich Kinder und Jugendliche nicht oft
genug im Freien bewegen, bzw. der berufliche Alltag den Kontakt mit der Sonne nicht in
ausreichender Menge ermöglicht. Bei alten Menschen ergibt sich dazu noch die besondere
Problematik, dass die Synthese an Vitamin D in der Haut weit unter dem liegt, was in
jüngeren Jahren möglich ist. Dies zeigt sich in den vorgestellten Studien eindrucksvoll daran,
dass die normalerweise beobachteten jahreszeitlichen Schwankungen bei alten Menschen
so nicht mehr auftreten wie bei jüngeren. Konsequenzen einer unzureichenden Vitamin D-
Versorgung, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sind ein deutlich erhöhtes Risiko
für Osteoporose im späteren Alter und damit eine Einschränkung der Lebensqualität. Eine
schlechtere Versorgung bei älteren Menschen erhöht das Risiko für Frakturen, aber auch
gleichzeitig die Krankheitsanfälligkeit gegenüber Infekten.

Eine Reihe weiterer Erkrankungen, einschließlich Krebserkrankungen, werden durch
unzureichende Vitamin D-Zufuhr begünstigt. Aus diesem Grund kamen die Experten in der
abschließenden Diskussion zu dem Ergebnis, dass hier eine verstärkte Aufklärungsarbeit
über die Notwendigkeit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung geleistet werden muss
oder andererseits geprüft werden sollte, inwieweit für diese speziellen Altersgruppen, Kinder,
Jugendliche, aber auch alte Menschen, angereicherte Lebensmittel oder Supplements
empfohlen werden sollten.

Ein weiteres wichtiges Gebiet ist die Onkologie. Hier bewirkt Vitamin D eine Unterdrückung
des Tumorwachstums – einschließlich der Metastasen! So wird zum Beispiel das Risiko für
ein Karzinom der weiblichen Brustdrüse oder des Dickdarms um zwei Drittel reduziert.

Unser Immunsystem benötigt ebenfalls einen ausreichenden Spiegel von Vitamin D im Blut.
Das beginnt schon im Mutterleib, wo das angeborene Immunsystem geprägt wird. Ein
Vitamin D Mangel zu dieser Zeit führt in späteren Jahren zu überschießenden
Abwehrreaktionen und vermehrten Allergien. Klinisch sind hier vor allem die entzündlichen
Gelenkerkrankungen (Rheumatoide Arthritis) und die Darmentzündungen zu nennen
(Morbus Crohn und Colitis ulcerosa).

Andererseits regt Vitamin D in den Zellen die Produktion von körpereigenen Antibiotika an
(antimikrobielle Proteine). Diese richten sich sowohl gegen so schwere Gegner wie
Tuberkulosebakterien, aber auch gegen banale Grippeviren.

Letztendlich schützt Vitamin D die Nervenzellen vor Erkrankungen. Ein Mangel wird mit der
Entstehung der Multiplen Sklerose (MS), der Schizophrenie, dem Morbus Parkinson und der
Depression in Verbindung gebracht.

weitere Links: http://www.vitamindelta.de
                   http://www.grassrootshealth.net

Vitamin D-Mangel PDF


Für stabile Knochen benötigt der menschliche Körper Vitamin D, ein Mangel lässt die Knochen leichter brechen. Nun haben US-Forscher herausgefunden, dass Vitamin-D-Mangel auch die Risiken erhöht, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln, einen Schlaganfall zu erleiden und vorzeitig zu sterben.

21.11.2009
  
Forscher desIntermountain Medical Centers in Salt Lake City untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Gehalt im Blut und Herzerkrankungen. Hierzu beobachteten sie über ein Jahr lang 27.685 Patienten, die 50 Jahre oder älter waren und an keiner kardiovaskulären Erkrankung litten. Außerdem zeichneten sich die Studienteilnehmer aus Utah dadurch aus, dass sie im Vergleich zum Rest der USA sehr wenig Tabak und Alkohol konsumieren.
Riskante Blutwerte
Die Ärzte unterteilten die Patienten in drei Gruppen, entsprechend ihrem Vitamin-D-Gehalt im Blut: normal (über 30 Nanogramm Vitamin D pro Milliliter Blut), niedrig (15 bis 30 ng/ml) und sehr niedrig (unter 15 ng/ml).
Es stellte sich heraus, dass Patienten mit sehr niedrigem Vitamin-D-Spiegel im Vergleich zu Patienten ohne Vitamin-D-Mangel ein um 77 Prozent erhöhtes Sterberisiko trugen. Ebenso stieg das Schlaganfallrisiko um 78 Prozent und das Risiko einer koronaren Herzkrankheit um 45 Prozent. Des Weiteren entwickelten die Patienten mit sehr niedrigem Vitamin-D-Blutwert doppelt so häufig eine Herzschwäche.
Fazit
„Wir schließen aus den Ergebnissen, dass bei über 50-Jährigen bereits ein moderater Vitamin-D-Mangel zu einer koronaren Herzerkrankung, zu Herzschwäche, Schlaganfall und Tod führen kann“, erläutert Heidi May, Kardiologin am Intermountain Medical Center. Dies sei eine wichtige Erkenntnis, zumal sich Vitamin-D-Mangel sehr leicht behandeln lässt.
Vitamin D ist beispielsweise in Milchprodukten und Seefisch (z. B. Hering) enthalten. Der Körper kann Vitamin D aber auch mit Hilfe von UV-Strahlung selbst produzieren. Hierzu genügen bereits 30 Minuten an der Sonne, wobei nur Gesicht und Hände unbedeckt sein müssen. Das Vitamin ist unter anderem beteiligt an der Regulation das Kalzium-stoffwechsels und des Blutdrucks beteiligt und gilt als essenziell für die Insulinproduktion.